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Fruehlingsfest,

Das Fruehlingsfest, chinesisch „chun jie“, ist family-get-together in China. Das bedeutet, vor dem Fest machen sich die Chinesen auf um mit Bus, Zug, Flugzeug von Norden nach Sueden, Osten nach Westen an ihren Heimatort zu reisen und die Verwandschaft zu treffen, fuer viele das einzige Mal im Jahr.
Eine Woche zuvor ist Hausputz angesagt, dann geht es auf die unzaehligen Blumenmaerkte. Ich war in dieser Woche drei oder vier Mal dort, schliesslich musste meine Mutter sich erst mal informieren, welche Arten dieses Jahr besonders schoen und guenstig sind. Auf jeden Fall in die Wohnung muessen ein kleiner Mandarinenstrauch und ein bluehender Pfirsichbaum, die in etwa den Status unseres Weihnachtsbaumes haben und dann zu Hause mit rot-goldenem, kitschigen chin. Neujahrsschmuck behaengt werden (wie auch Kuehlschrank, Uhren etc). Dazu kamen bei mir daheim noch Blumen aller Arten und Groessen, sodass man das Wohnzimmer nicht betreten konnte ohne erst mal von dem Bluetenduft erschlagen zu werden. Aber sie waren schon echt huebsch...

Den Tag vor Silvester und Silvester haben wir bei meinen Gastgrosseltern verbracht, mit Essen, Spazieren-, Einkaufen gehen, Familienfotos machen, Essen ...
Dann schliesslich kam der Silvesterabend. Zuerst gingen wir in ein Restaurant zum Essen und es gab schon die ersten „hong bao“, d.h. rote Papiertaschen mit Geld fuer die noch nicht verheirateten Mitglieder der Verwandschaft J , danach rechtzeitig wieder nach Hause zum Beginn der Silvestergala im 1. Staatsfernsehen, der TV-Event des Jahres und eigentliche Start des Festes (es wurden schon Tage vorher auch auf anderen Sendern die Stunden, Minuten, Sekunden bis zu dieser Sendung heruntergezaehlt).
Wir sind dann um halb 11 zuruck nach Hause gefahren um den Countdown wieder mit anschauen zu koennen. So begann dann das neue Jahr mit den Rufen „Froehliches Schweinsjahr!“ und „gong xi fa cai“, was den Beglueckwuenschten sehr viel Geld im naechsten Jahr verspricht, und natuerlich Feuerwerk, das bis jetzt (3 Wochen spaeter) nicht aufgehoert hat und nach einiger Zeit nur noch nervig ist.

Am Morgen des Neujahrstages fuehren wir fuer 2 Tage in ein Wellnesshotel, was echt erholsam haette sein koennen, waere es in einem anderen Land gewesen.

Fuer meine Schwester begann dann nach 5 Tagen Ferien wieder die Schule und ich und die Thailaenderin (sie ist fuer mich mittlerweile wie eine Schwester geworden) gingen zu Freunden von unsern Eltern um einige Sehenswuerdigkeiten in Guangdong anzuschauen.
Einen Tag z.B gingen wir Bergsteigen (auf chin. Art), und sahen einen gigantischen Wasserfall, natuerlich gefaelscht.
Dort gab es die schlimmsten Toiletten und Essensplaetze , die ich bisher gesehen hab. Eine naehere Beschreiben moechte ich hier nicht schreiben, aber ich kann euch versichern, nach nem halben Jahr hier kann mich nichts mehr schocken, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zustaende der oeffentlichen Anlagen irgentwo schlimmer sind als hier.

Nun hat Schule wieder angefangen und somit der Alltag, den ich auch geniesse so weit es geht (wenn ich nicht gerade totmuede bin, weil ich von diesem schrecklichen Feuerwerk um meinen Schlaf gebracht werde), denn ich hab ja nur noch 4 Montate hier! Ich kann nicht glauben wie schnell die Zeit vergeht...
5.3.07 08:42


So, mir geht es mittlerweile doch sehr gut hier. Natuerlich gab( und gibt es selten immer noch) Tage, an denen ich China hasse, mit allen seinen 1.3 Milliarden Menschen die irgentwie immer alle in meinem Bus zu sitzen scheinen und noch nie einen Menschen mit "gelben" Haaren gesehen haben.
Aber allgemein gesehen macht es echt Spass hierzusein.
Das Essen ist das beste der Welt und ich liebe es durch die Stadt zu laufen und staendig irgentwelche kleinen Dinge zum Essen zu kaufen. Seien es Teigtaschen mit SChweinefleisch und Gemuesefuellung (3 Stueck fuer ca. 10 cent) oder gedaempfte Maiskolben oder "sweet potaoes".
Bei mir laeuft es jetzt auch mit der Sprache (chinesisch) richtig gut. Sprechen kann ich mittlerweile ohne groessere Probleme und verstehen auch, wenn die Leute Chinesisch reden, und deutlich. Hier in Guangdong, einer Provinz mit 90 Millionen Einwohnern, kann der Grossteil der Bevoellkerung vor allem auf dem Land kein Chinesisch. Sie sprechen Kantonesisch, was keine Ahnlichkeit mit dem hat, was ich im Unterricht lerne. Das heisst also, z.b. der Taxifahrer versteht mich immer noch nicht wirklich, und ich kann ihn auch nicht verstehen wenn er Chinesisch zu reden versucht, weil sein Akzent einfach zu stark ist.
Das war am Anfang echt frustrierend fuer mich, mittlerweile hab ich mich aber daran gewoehnt und denke mir, gut, dann lern ich eben zwei Sprachen in einem Jahr, auch nicht schlecht.

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, man muss die Athmosphaere hier einfach miterleben. Alles veraendert sich so schnell, dass die Leute hier manchmal nicht mehr mit ihrem eigenen Land mithalten koennen. Sie wollen z.B ihre Millionen von Bauarbeitern beschaeftigen und denken sich so: "Ah, da haben wir vor 2 Wochen ein Haus gebaut, das ist ja haesslich, reissen wirs ab und bauen ein neues." Das fuehrt dazu, dass man sich vorkommt wie auf einer riessigen Baustelle, es umgibt einen staendig der Laerm und Gestank von Kettensaegen, Metall und Maschinen.

Das wars dann von mir, ich geh jetzt zum Essen, soll ich heute mal Frosch, Schlange oder Katze probieren? Ne, ich glaub ich bleib doch lieber bei meinen Nudeln mit Ruehrei und Tomate...
22.12.06 14:01


Ein ganz gewoehnlicher Schultag

So, ich hab gerade mal Zeit, da meine Klassegerade Yuwen, d.h.Chinesischunterricht fuer Chinesen, hat und wie viel ich da verstehe koennt ihr euch bestimmt vorstellen.
Deshalb hier mein Tagesablauf:


6.20 Uhr:
Der Wecker (das Handy), klingelt zum ersten Mal, ich druecke die "Schlummertaste", 5 Minuten spaeter, um

6.25Uhr:
Ich werde langsam wach, ziehe mich an, mach mich fertig und packe meine Schulsachen ( @Mama, ich schaffs hier auch nicht meine Schulsachen am Abend zu packen ).

7.00Uhr:
Ich gehe in die Lehrerkantine der Schule. Zum Fruestueck gibt es "dou jiang", gemahlene Sojabohnen mit Wasserzusatz und "mian bao", wird mit "Brot" uebersetzt, ist aber mehr Kuchen und hat keine Aehnlichkeit mit unserem Brot.

7.30Uhr:
Der Unterricht beginnt. Es folgen 5 Unterrichtsstunden zu je 40min, zwischen jeder Einheit gibt es 10min Pause, in denen aus den Lautsprechern im Klassenzimmer die schrecklichste Stimme toent, die ich je gehoert hab; die zaehlt von 1 bis 10, und das die ganze Zeit durch.
Die meisten Unterrichtsstunden bin ich in meiner Klasse und lerne still fuer mich Chinesisch, andere verbringe ich im Computerraum (so wie jetzt gerade), oder hab extra Stunden wie z.b. Kungfu, Kunst, Chinesisch oder Computer.

11.45Uhr:
Der Vormittag ist rum, ich gehe mit meinen Klassenkameraden in die Kantine zum Mittagessen. Zur Kantine laesst sich sagen, dass sie einfach nur voll ist mit Schueler, so voll, dass es schwer ist einen Platz zum Essen zu finden.
Ausserdem ist die Kantine der Platz, an dem sich die "boyfriends, girlfriends" zum gemeinsamen Essen treffen, die wichtigste und einzige Aktivitaet in ihrer Beziehung.

12.15Uhr:
Ich gehe nach Hause (2minuten zu Fuss von der Kantine entfernt). Meine Gastschwester zieht ihren Schlafanzug an um dann fuer ca. 1 -1 1/2 Stunden zu schlafen. Ich gehe in mein Zimmer und hoer Musik oder les ein Buch. Meine Eltern sagen zwar immer ich soll schlafen, aber wenn ich das tue dann kann ich den Rest des Tages vergessen, so muede bin ich dann.

14.15Uhr:
Ich gehe zuruek ins Klassenzimmer und werde auf dem Weg dorthin von einem Trillerpfeifenkonzert begruesst. Das sind die Lehrer, die dazu eingeteilt wurden, den Schuelern ein bisschen
Dampf zu machen ins Klassenzimmer zu kommen, vielleicht auch um die Schueler wach zu ruetteln, die haben ja geschlafen.
Nachmittags gibt es dann 3 Unterrichtseinheiten im selben Rhyhtmus wie Vormittags.

16.45Uhr:
Der Unterricht ist vorbei. Nun ertoent Marschmusik im Schulgebaeude und auf dem Pausenhof und alle Schueler treten an zum 2 Runden Joggen (muesste eigentlich "sprinten" heissen). 2 Runden sind ungefaehr 1500m. Am Schluss sind die Klassen jedoch dramatisch geschrumpft und es hagelt Strafen fuer die Schuler, die es wagen, einfach nicht mehr mit ihrer Klasse mithalten zu koennen und sich dabei auch noch erwischen lassen.

17.00Uhr:
Ich treffe mich mit Freunden, schaue ein Fussballspiel der Schulmannschaft an oder gehe zur "English Corner", da machen die auslaendischen Lehrer an meiner Schule Dienstags und Donnerstags so ne Art Zusatzenglischunterricht, ist ganz unterhaltsam.

18.00Uhr:
Ich gehe nach Hause und kurze Zeit spaeter gibt es Abendessen ("mian tiao", das sind Nudeln mit Ei und Tomate, das kocht mein Gastvater jeden Tag weil's schnell geht und gut schmeckt.)
Nach dem Essen treffe ich mich meistens mit dem tailaendischen Maedchen, das bei mir an der Schule ist (unsere chinesischen Klassenkameraden sitzen da gerade zum "self-study" im Klassenzimmer bis zehn Uhr). Wir gehen in die Stadt, trinken Fanta bei McDonalds, gehen spazieren an nem Fluss entlang, der eigentlich nicht mehr Fluss genannt werden kann (das Wasser fliesst vor lauter Verschmutzung schon nicht mehr und dementsprechend stinkts auch), oder spielen Tischtennis oder Badminton in der Schule.

ca.19.30Uhr:
Ich komme nach Hause, gehe unter die Dusche und schau anschliessend Fernsehn mit meinen Gasteltern zusammen. Aber chinesisches Fernsehen ist eine Kategorie fuer sich.

22.00 Uhr:
Meine Gastschwester kommt nach Hause, ich falle totmuede ins Bett, um dann, immer noch muede, um

6.20Uhr:
siehe oben



Ihr denkt euch jetzt bestimmt: Oh Gott, den ganzen Tag in der Schule und jeden Tag das gleiche, das ist ja sau langweilig.
Stimmt aber nicht. Ich bin ziemlich genau 3 Monate hier und es gibt immer wieder neue Sachen zu entdecken, neue Menschen kennen zu lernen und neue interessante Dinge ueber China zu erfahren und immer wieder falsche Vorstellungen der Leute hier ueber Europa und allgemein die Welt ausserhalb Chinas zu berichtigen (mich hat vor kurzem ne Chinesin gefragt ob ich mich schon an das Essen hier gewoehnt hab, denn bei uns (da drueben) gibt es ja nur Brot, Milch und Kaffee ).

Ich hab mich jetzt mittlerweile auch an so einige Kulturunterschiede gewoehnt, die mir am Anfang ziemlich das Leben schwer gemacht haben und deshalb gefaellts mir hier jetzt richtig echt gut. Als mich neulich ne Freundin danach gefragt hab ob ich jetzt zurueck nach Deutschland moechte konnte ich ohne zu zoegern mit "nein" antworten, und ich finde das sagt schon einiges.

Auch zu meiner Familie ist das Verhaeltnis sehr gut. Ich fuehle mich sehr wohl bei ihnen und sie nehmen sehr viel Ruecksicht auf mich (wenn ich z.B. nach wiederholtem Fragen die doch sooo leckeren Huehnerfuesse immer noch ablehe).
Ich kann seit kurzem auch recht gut ganze Gespraeche auf Chinesisch fuehren was vor allem meinen Gastvater sehr stolz macht.

Mir gefaellt es jeden Tag besser und auch wenns machmal nicht ganz einfach ist macht es einfach nur Spass hier zu sein.

@ alle, die meine Eintaege hier lesen, ihr koennt mir auch gerne Kommentare oder Eintraege in mein Gaestebuch hinterlassen .

Bis bald,
Eva

22.11.06 02:06


Meine Ferien

Ich hab mir gedacht es wird Zeit dass ich euch mal wieder schreibe.
Wir hatten jetzt eine Woche Ferien und ich hab so viel unternommen dass ich fast keine ruhige Minute hatte.
Am letzten Sonntag bin ich mit meiner Familie und 3 Lehrern meiner Schule und ihren Familien ans Meer in eine Stadt namens Zhu hai gefahren. Wir haben dort in einem sehr noblen Hotel uebernachtet, das mitten in einer Armensiedlung liegt.

Das ist typisch China. Man befindet sich in einem Zimmer ausgestattet mit TV, Klimanalage und westlicher Toilette und koennte sich genausogut in einem Hotel in Europa befinden. Dann verlaesst man das Gebaeude und geht ein paar Meter weiter und sieht Menschen, die sich auf Truemmern eines ehemaligen Hauses inmitten von Muell haeuslich eingerichtet haben und da gerade ihr Essen kochen. Und man wird nicht gerade sanft daran erinnert, dass man sich in einem imernoch-Entwicklungsland befindet.

Am Sonntag sind ein paar von uns, die anderen waren im Hotel und haben ferngesehen(eine der Lieblingsbeschaeftigung der Chinesen) in eine Art Freizeitpark gegagangen.

Aus meiner Sicht dienen diese Art von Parks in China einfach nur dem Zweck, dass die Chinesen mit Freude ihre eigene Kultur verarschen koennen. Das klingt hart, ist aber so.
Da gibt es Auffuehrungen bei denen Frauen und Maenner in historischen Gewaendern den Geburtstag der Frau des Kaisers nachspielen und zum Zillertaler Hochzeitsmarsch traditionell chinesische Taenze tanzen. Spaeter wurde aus dem zillertaler Hochzeitsmarsch dann Discomusik und die chinesichen Taenze loesten sich auf in wildes Herumgehampel auf der Buehne. Das war einfach nur zu dumm und so musste ich laut loslachen. Aber das triffft genau den Geschmack vieler Chinesen und was hischtorisch korrekt ist finden sie einfach nur langweilig.

Am Montag Morgen sind wir dann mit einem Schifferboot aufs Meer hinausgefahren. Normalerweise stoert mich das ja kein bisschen wenn ein Boot schaukelt, aber dieses war echt der Horror. Ich glaube von unsrer Gruppe wurden vielleicht 2 oder 3 nicht entweder weiss oder leicht gruenlich im Gesicht und der erste muste sich schon nach einer viertel bis halben Stunde uebergeben.
Weit draussen haben sie dann das Netz ausgefahren und einige zeit spaeter tummelten sich dann auf dem Schiff allerlei kleine und groessere fische, krebse und andere tiere. Die wurden dann auch gleich gekocht und zubereitet und als wir dann wieder im Hafen waren gab es ein grosses Mittagessen auf dem Boot und es war unglaublich lecker!!
Auf dem Heimweg haben wir dann Rast gemacht auf der Obstplantage eines Freundes wo wir uns viele tropische Fruechte selbst pfluecken konnten.

Am Diestag frueh musste meine Schwester nach nur 2 Tagen Ferien wieder in die Schule und das tailandische Maedchen und ich sind fuer 2 Tage zu den Freunden von den Freunden von meiner Familie.
Nachdem wir uns dort wegen zu viel Klimanalage eine Erkaeltung zugezogen haben bekamen wir von den besorgten Eltern das erte mal traditionelle Chinesische Medizin vorgesetzt. Das war in einem Laden am Strassenrand in dem allerlei Tees in grossen Kannen brodelten. Das Gebraeu war pechschwarz und schon nachdem ersten Schluck wusste ich, sowas abschaeulich schmeckendes hatte ich noch nie vorher getrunken. Aber was tut man nicht alles fuer die Gesundheit und ich muss sagen, es hilft echt.

Gestern, am 6. 10., war dann das mid-autumn festival. Dieses Fest wird jedes Jahr am 15. Tag des 8. Mondes gefeiert (also bei Vollmond). Schon Wochen vorher werden alle Strassen, Wohnungen, Geschaefte etc. mit roten Lampions geschmueckt und Mondkuchen verkauft. An diesem Tag kommt traditionell die Familie zusammen, man ist Mondkuchen und bewundert den Mond.

Zu den Mondkuchen: Das sind handtellergrosse, mit verschiedenen Zutaten gefuellte(z.b. Ei, Nuesse oder andere suesse Dinge) Kuchen, die traditionell vor und am mid autumn festival gegesssen werden. Was sie so interessant macht ist, ich habe bisher noch keinen Chinesen getroffen, dem sie schmecken. Sie werden gehasst und trotzdem gekauft wie bei uns Schokohasen an Ostern. Nur warum kaufen die Chinesen Mondkuchen, wenn sie sie nicht moegen? Sie kaufen sie nicht fuer sich. Sie verschenken sie mit Freude an andere, und so bekommt jede Familie wahrscheinlich mehr Mondkuchen als sie essen koennen. Meine Mutter hat mir gesagt, dass es auch sein kann, dass man am Schluss wieder die Mondkuchen in den Haenden haellt die man selbst gekauft hat. Viele Familien behalten sie naemlich nicht, sondern verschenken sie weiter.

Gestern kam also die Eltern meiner Gastmutter vorbei und wir sind zum Mittagessen in ein Restaurant gegangen. Ich hab zum ersten Mal Gaensefuss gegessen, allerdings nach ein paar Bissen aus Ekel aufgehoert. Koennt ihr euch vorstellen, wie sich das anfuehlt, wenn in eurer Hand mit Plastikhandschuh so das Gelenk hin und herflutscht und ihr versucht in die Schwimmhaeute zu beissen?
Da meine Familie sonst nicht so traditionsbewusst ist, hab ich den Abend mit der Familie des tailaendischen Maedchens verbracht. Nachdem wir in einem Park fast erdrueckt worden sind vor Menschen und versucht haben, gleichzeitig Photos zu machen und nicht vor die Kamera anderer Leute zu laufen, uns die ausgestellten Leuchtfiguren anzuschauen und keine kleinen Kinder umzurennen sind wir dann aufs Dach des Hochhauses gegangen um dort den Rest des Abends zu verbringen.
Was macht man da auf dem Dach des Hauses? Mondkuchen essen, ein fernes Feuerwerk beobachten,Pistazien in sich hinenstopfen, mit gruenem Tee anstossen, zusehen, wie die chinesischen Laternen in Flammen aufgehen weil man sie falsch aufgestellt hat und viele andere Dinge. Vorallem aber warten bis 23.23 Uhr, denn das ist der Zeitpunkt an dem der Mond voellig rund ist. (Meiner Meinung nach sah er genauso aus wie die Stunden davor).

Morgen(am Sonntag) faengt die Schule wieder an und ich hoffe ihr denkt an mich wenn ihr um eins nach Hause gehen koennt.
Machts gut und haltet mich weiterhin auf dem laufenden.
Eva

p.s. Photos koennt ihr euch anschauen unter http://community.webshots.com/user/EvainChina
sind noch nicht alle drauf, die muessten aber in den naechsten Tagen kommen.
7.10.06 09:49


Mein erster Eintrag aus China

Hallo ihr!
So, nun melde ich mich das erste Mal aus China.
Ich bin gut in Peking angekommen und haette nie gedacht dass die Luftverschmutzung so stark ist. Das Flugzeug hat nur noch wenige Meter bis zum Boden angezeigt aber es war einfach nichts zu sehen. Nur Grau in Grau.
Wir Austauschschueler (ca. 20 Deutsche) bezogen anschliessend Quartier in einem Hotel das zur Pekinger Universitaet fuer internationale Beziehungen gehoert. Wir trafen dort auf ungefaer 80 andere Austauschschueler, davon 25 aus Italien, woher auch meine Bettnachbarin kam (Lisa, sie hat gesagt, ich bin aus Bologna, aber die stadt kennst du sicherlich nicht! ;-))
Abends spielten einige ATS Fussbal gegen Chinesen der Uni auf dem Fussballplatz mit Kunstgrass, sollten sie scih in Deutschland vielleicht auch mal anschaffen, der schaut immer gepflegt aus( ist aber doch was anderes als echtes Grass)
Wir hatten eine lustige Zeit mit Leuten aus aller Welt. Es waren wirklich alle KOntinente vertreten!
So hab ich z.B. Samba tanzen gelernt und die Suedamerikaner fanden Walzer ganz toll.
Dann hat mich meine Lehrerin abgeholt ( man muss dazusagen, ich war ca. 2200 km von ihr entfernt, in Deutschland wuerde kein Vertreter irgenteiner Schule so weit fahren um 2 Schueler abzuholen!) und wirsind gemeinsam mit 5 anderen ATS und ihren Lehrern mit dem Zug von Peking in Richtung Guangdong abgereist. Wir haben 25 Stunden gebraucht, sind zusammen mit sehhhr vielen Chinesen in einem Schlafwagen gefahren. Schaut euch die Strecke mal in der Landkarte an, Guangdong liegt bei Hongkong, ich hab wirklich CHina von norden bis Sueden gesehen und mir ne Erkaeltung geholt weil die Klimaanlage sooo kalt eingestellt war!
Schliesslich wurde ich in Guangzou fast erschlagen von der Hitze und der Luftfeuchtigkeitg als ich aus dem Zug ausgestiegen bin und als naechstes fast ueberfahren von den vielen vielen Autos die aus chinesischen Bahnsteigen rumfahren. Ich weiss zwar nicht wie die da hinkommen, ich hab naemlich auch in China noch nie ein Auto die Treppe hoch fahren sehen, aber sie sind auf jeden Fall dort.
Nach einem ausgiebigen Mittagessen in einem ueber und ueber rosa Restaurant (das Essen war wirklich gut) hab ich schliesslich meine Familie getroffen, das heisst meine Mutter und meinen Vater, meiner Schwester hatte ja Schule. Sie waren alle voll nett und haben mich gleich umarmt und so und 2 Stunden spaeter sind wir dann essen gegangen, zusammen mit meiner Schwester die anschliessend wieder bis 10 Uhr in die Schule gegangen ist zum Hausaufgaben machen, und mit der Familie von der Tailaenderin.
Wir hatten einen eigenen Raum fuer uns mit TV und allem und hatten dann Vorspeise, 10 (!) Gerichte als Hauptgang und 3 Nachspeisen oder so. Und immer waren 1 oder 2 Bedienstete da die Tee nachgegossen haben. Und so was ist in China nicht mal uebermaessig teuer. Heute hatte ich dann meinen ersten Schultag und ich wurde so angestarrt dass ich mir heute erst mal eine Schuluniform gekauft habe um nicht allzu stark aufzufallen. Wirklich, viele Chinesen kennen "Westler " nur aus der Werbung fuer Kosmetikartikel.
Alle kamen sofort auf mich zu, meine Banknachbarin sagte mir, sie faende Phillip Lanhm ja soo suess und ein Physiklehrer hat versucht mir in einem Englisch- Chinesisch Mix von Albert Einstein zu erzaelen, wobei ich den Namen erst bei der 3. Wiederholung oder so verstanden habe.
Als dann so um 5 die Schule aus war und auch jede Klasse ihre Joggingrunde zu Marschmusik und bei Irgentwelchen Komandos aus den Lautsprechern beendet hatte, war wieder Essen in der Kantine angesagt. Die Mahlzeiten sind echt gut und kosten so im Durchschnitt 30 Cent, wobei man davon mehr als satt wird.
Jetzt war ich noch Badminton spielen in der Turnhalle der Schule und hab dann geduscht weil es einfach so unendlich schwuel ist.
Ich melde mich wieder wenn es etwas aufregendes zu berichten gibt, ihr muesst also wahrscheinlich nicht soo lange warten...
Bis bald, Eva
28.2.05 17:13





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